Klang- und Stimm-Improvisation

Klang ist eins der wichtigsten Mittel zur Transformation

Die eigene Stimme zu hören und zu fühlen hat auf viele Menschen eine wohltuende Wirkung. Allzu oft wird damit jedoch gleich wieder ein Leistungsanspruch verbunden. Wie viele Menschen trauen sich nicht zu singen, weil sie glauben, daß sie es nicht können? Es stimmt schon: auch die Stimme ist ein Instrument welches geübt werden möchte. Aber die Klangimprovisation macht den Weg zum Kontakt mit der eigenen Stimme so kurz wie möglich.

Obertongesang ist ein Spiel mit dem Klang der Stimme. Beim Erlernen dieser Art des Gesanges ergibt sich eine Sensibilisierung für die Klänge in der eigenen Stimme und alle Geräusche um uns herum. Gerade in halligen Räumen, welche die eigene Stimme gut reflektieren, entsteht so schnell ein Dialog mit dem Raum und den anderen Sängern. Die besondere Akustik und Atmosphäre der Kirche bieten einen sicheren Ort, der dazu einlädt, die Stimme auszuprobieren und mit ihr zu spielen.

Wenn wir uns bei der Improvisation füreinander öffnen entstehen tiefe Verbindungen zu uns selbst und den anderen in der Gruppe, und dann kann gemeinsames Erleben stattfinden.

Improvisation in der Klanggruppe heißt vor allem, aufeinander zu hören. Wenn die Gruppe gut aufeinander eingestimmt ist, ergeben sich wie von selbst schöne Akkorde und Klangmuster.
Die Stimmen verweben sich zu einem Klangteppich. Töne reiben sich gegeneinander, um sich dann wieder in Harmonie aufzulösen. Momente der Stille wechseln mit lauten Passagen wie das Auf und Ab einer Welle die uns davonträgt.